Der Fokus von RAMSKOS Arbeiten liegt auf narrativen Bildwelten, in denen Symbolik, traumartige Szenen und surreale Elemente eine zentrale Rolle spielen. Ihre Bilder verhandeln zwischenmenschliche, gesellschaftliche sowie emotionale Themen und machen innere Zustände, Bedürfnisse sowie Träume sichtbar.
Inspiriert von naiver Malerei verbindet Ramsko Kitsch und Humor mit ernsteren, teils schweren Inhalten. So entstehen Bildräume, in denen Leichtigkeit und Abgründigkeit, Überzeichnung und Verletzlichkeit gleichzeitig präsent sind. Die oft bewusst verspielte, farbintensive Bildsprache steht dabei im Kontrast zu den zugrunde liegenden Themen.
Zwischen Eskapismus und Konfrontation
Ihre Malerei bewegt sich zwischen Eskapismus und Konfrontation: Traumartige, kitschig anmutende Szenen fungieren sowohl als Rückzugsorte als auch als Projektionsflächen für Konflikte und existenzielle Fragen.
Ramsko wuchs in der ländlichen Steiermark auf und besuchte von 2014 bis 2020 die HTBLVA Ortweinschule Graz mit dem Schwerpunkt Grafik- und Kommunikationsdesign. Seit 2020 studiert sie in der Klasse „Erweiterter malerischer Raum“ bei Daniel Richter an der Akademie der bildenden Künste Wien. Im Juni 2026 erhielt sie ihr Diplom.
Im Laufe ihres Studiums nahm sie an nationalen und internationalen Ausstellungen teil, darunter Einzelpräsentationen in Wien und New York sowie Gruppenausstellungen in Deutschland, Frankreich, Estland, Italien und Österreich.
Die Leinwände stellen RAMSKOS eigenes Bild in den Mittelpunkt eines wandelbaren Symbolarchivs und laden die Betrachter ein, den Raum zwischen spielerischer Künstlichkeit und subtiler Unruhe zu erkunden.
Inszenierung als Künstlerfigur
In einem Interview erklärte die junge Künstlerin: „Über meine formale Ausbildung als Maler an der Akademie der Bildenden Künste Wien hinaus positioniere ich mich als Künstlerfigur, ganz buchstäblich als Subjekt meiner eigenen Arbeit. Doch geht es mir nie um Selbstverherrlichung, Eitelkeit oder Egoismus. Indem ich mich mit meinem eigenen Abbild auseinandersetze, breche ich bewusst festgefahrene Vorstellungen von Identität auf und öffne einen Raum, in dem der Körper sich selbst dekonstruieren, auflösen und neue Seinsweisen entdecken kann.“ (Symbolfelder-Ausstellung, Interview in les nouveaux riches).
In der Tradition des Phantastischen Realismus
Jedes Motiv funktioniert wie eine visuelle Chiffre, zugleich zutiefst persönlich und doch allgemein gemeinschaftlich. Man kann es als eine Form des Geschichtenerzählens betrachten, die den Betrachter einlädt, seine eigenen Geschichten in diesem sich ständig wandelnden Feld zu konstruieren. Ramsko erzählt in einfühlsam-übersteigerten Bildwelten ihre Geschichten, erinnernd an Arik Brauer und andere Vertreter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus.

RAMSKO
RAMSKO (geb. 2001), lebt und arbeitet in Wien. Ihre Praxis umfasst Malerei, Zeichnung, Bildhauerei und Performance mit einem klaren Schwerpunkt auf der Malerei. Sie ist seit 2020 Studentin in der Klasse Daniel Richter an der Akademie der bildenden Künste.


