
Poesie der Melancholie
Seit Freitag, 5. Juni 2026, 19.00 Uhr, widmen wir uns der Melancholie. Die Schwermut kommt auf verschiedenen Schleichwegen daher – und wird von Künstler:innen ganz unterschiedlich verarbeitet.
Wer kennt sie nicht, die Melancholie? Die Minuten und Stunden der Einsicht, in denen sich lästige Ratlosigkeit mit tröstender Wurstigkeit vertreiben lässt. In denen der Mensch seiner Machtlosigkeit mit der Leichtigkeit des Seins begegnet. Wird schon wieder. Oder?
Künstler:innen zeichnen, malen, gestalten die Melancholie – und zaubern poetische Ergebnisse auf die Leinwand. Tauchen Sie mit uns ein in die poetischen Interpretationen der Melancholie!
Hier die Stationen im Rahmen unserer ersten Ausstellung:
Die Galerist:innen Christine und Herbert Starmühler präsentierten zur Vernissage die Werke und sprachen mit den drei anwesenden Künstler:innen. Diese stehen anschließend für Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Erfreuen Sie sich an unseren lukullischen Angeboten, von Antipasti bis zum Gegrilltem.
Künstler:innen: Liza Libenko (Foto) Ukraine, Tschechien, Wien), Georg Dinstl (Graz, Foto unten), Ramsko (Wien), Philippe Hérard (Paris), u.a.

Liza Libenko (1996) stammt aus der ukrainischen Industriestadt Krywyj Rih, deren Landschaft sie als eher trist bezeichnet. Deshalb beschloss sie ihren Horizont durch Verlagerung ihres Lebensmittelpunkt zu erweitern. Ihr Weg führte sie an das Art Design Institute in Prag und danach an die Academy of Fine Arts, ebenfalls in der Hauptstadt Tschechiens, wo sie in 2019-2024 studierte.
Die Galerie REINBERG präsentiert mit Liza Libenko eine Künstlerin voll filigraner Wucht. Die dick aufgetragenen Farben, in denen sie so ungewöhnliche Ingredienzen wie Asche, Sand, Stroh, Zweige in einen Konflikt der Materialien stellt, erobern die Leinwand und machen aus ihr ein sinnlich-lyrisches Toben.
Mehr zu Liza Libenko > hier.

Ramsko (geb. 2001) ist eine österreichisch-ungarische Künstlerin, die in Wien lebt und arbeitet. Ihre Praxis umfasst Malerei, Zeichnung, Bildhauerei und Performance mit einem klaren Schwerpunkt auf Malerei.
Der Fokus ihrer Arbeiten liegt auf narrativen Bildwelten, in denen Symbolik, traumartige Szenen und surreale Elemente eine zentrale Rolle spielen. Ihre Bilder verhandeln zwischenmenschliche, gesellschaftliche sowie emotionale Themen und machen innere Zustände, Bedürfnisse sowie Träume sichtbar.
Studiert in Wien an der Akademie der Bildenden in der Klasse Daniel Richter. Diplomierungs-Termin Juni 2026.
Mehr zu Ramsko > hier.

Georg Dinstl, geboren 1978 in Wien, lebt und arbeitet in Graz. Stationen seiner Ausbildung: Studium Architektur TU Graz, 2013 Meisterklasse für Malerei (Ortwein), Graz, 2015 Abschluss der Meisterklasse.
Das Entstehen der Werke ist ein Prozess aus mehreren Schichten. Der Impetus für seine Werke ist meistens sozialkritischer Natur. Diese Haltung hat Georg Dinstl in seiner Zeit als Punk-Musiker, Sänger und Texter einer erfolgreichen Punkband gelebt.
Heute kommuniziert der Grazer seine (Sozial)kritik über die Leinwand.
Mehr zu Georg Dinstl > hier.
(Foto: Hannes Mautner)

Philippe Hérard ist ein Meister der Melancholie. In seinen Arbeiten wird Nachdenklichkeit zur Poesie, greifbar, erlebbar. Man fühlt sich in seine versonnenen und versponnenen Bildwelten hinein, mit dem nie stillbaren Reisefieber, dem skurrilen Verdrillen der echten mit der gedachten Welt.
Er schraffiert auf den Kartonresten seine eigene Welt, zeichnet sich und sein Markenzeichen, den Schwimmreifen, an dem er sich offenbar immer anhalten muss, wenn Fische am Himmel erscheinen. Können Fische fliegen?
Freuen Sie sich auf die neuen Arbeiten, die wir vor wenigen Wochen aus Paris nach Eggern gebracht haben.
Mehr zu Philippe Hérard > hier.
Weitere Programmpunkte im Rahmen der ersten Ausstellung:
Freitag, 26. Juni 2026, 19.00
Notte Italiana. Cibo, vino e musica dall’Italia.
Wir feiern mit euch den Sommer – kulinarisch und musikalisch.
Kosten für Speisen& Getränke 55 Euro. Voranmeldung erforderlich.

Donnerstag, 16. Juli 2026, 19.00
Die letzten Tage der Menschheit
Tragödie in 5 Akten von Karl Kraus. Michael Wallner, Berlin, Schriftsteller und Regisseur, hat das Stück mehrfach inszeniert. In der Galerie REINBERG wird er eine ca. einstündige Version lesen. > Infos
Sonntag, 19. Juli 2026, ab 16.00
Finissage der Ausstellung Poesie der Melancholie.